Was ist Caffè Crema überhaupt?
Caffè Crema ist eine Kaffeespezialität, die vor allem in der Schweiz, Deutschland und Österreich beliebt ist. Der Begriff „Crema“ bezieht sich auf die goldbraune Schaumkrone auf dem Kaffee – ähnlich wie beim Espresso. Der Unterschied: Caffè Crema wird mit mehr Wasser zubereitet und ergibt eine größere Tasse, meist 120–150 ml.
Geschmacklich ist Caffè Crema milder und weniger konzentriert als Espresso, hat aber trotzdem mehr Körper als klassischer Filterkaffee. Er eignet sich hervorragend als Frühstückskaffee oder für alle, die längeren Kaffeegenuss mit etwas weniger Intensität suchen.
Wie unterscheidet sich Espresso?
Espresso ist die Urform des italienischen Kaffeegenusses – klein, stark, intensiv. Er wird mit wenig Wasser (25–30 ml) und hohem Druck (9 bar) in etwa 25 Sekunden extrahiert. Die Bohnen sind dunkler geröstet, der Mahlgrad feiner und die Zubereitung erfordert Präzision.
Das Ergebnis ist ein kleiner, konzentrierter Shot mit kräftigem Aroma, dichtem Körper und einer feinporigen, stabilen Crema. Perfekt als schneller Koffeinkick oder Basis für Cappuccino und Latte Macchiato.
Zubereitung im Vergleich
Obwohl beide Getränke mit einer Espressomaschine oder einem Vollautomaten zubereitet werden können, gibt es technische Unterschiede:
-
Caffè Crema: groberer Mahlgrad, mehr Wasser, längere Durchlaufzeit (30–40 Sekunden).
-
Espresso: feiner Mahlgrad, wenig Wasser, kurze Extraktion (25–30 Sekunden).
Viele Vollautomaten bieten mittlerweile eine eigene Taste für „Caffè Crema“. Wer jedoch mit Siebträger arbeitet, sollte die Einstellungen bewusst anpassen, um die richtige Balance zu treffen.
Geschmack, Crema und Charakter
Espresso ist aromatisch, intensiv und besitzt häufig Noten von Schokolade, Nüssen oder dunklen Früchten. Caffè Crema wirkt insgesamt weicher, runder und oft etwas fruchtiger. Auch die Crema unterscheidet sich leicht – beim Espresso ist sie dichter und kompakter, beim Caffè Crema heller und luftiger.
Typische Merkmale im Überblick:
-
Espresso: stark, konzentriert, kleine Menge
-
Caffè Crema: milder, größere Menge, „verlängert“
Für wen eignet sich was?
Die Entscheidung zwischen Espresso und Caffè Crema ist oft eine Frage des persönlichen Geschmacks – und des Moments:
Caffè Crema ist ideal für:
-
den gemütlichen Start in den Tag
-
größere Tassenliebhaber
-
alle, die gerne schwarz trinken, aber nicht ganz so stark
Espresso passt perfekt zu:
-
kurzen, konzentrierten Kaffeepausen
-
Liebhabern intensiver Aromen
-
der Zubereitung von Cappuccino & Co.
Welche Bohnen eignen sich wofür?
Für Espresso werden häufig Mischungen mit einem höheren Robusta-Anteil verwendet. Sie sorgen für mehr Körper, weniger Säure und eine stabile Crema. Caffè Crema dagegen profitiert von mittelkräftigen Arabica-Röstungen mit etwas hellerem Röstgrad – so bleiben feine Aromen erhalten.
Zwei Empfehlungen:
-
Für Espresso: Gusto Italiano – Espresso Cremoso
-
Für Caffè Crema: eine ausgewogene Arabica-Röstung mit mildem Profil
Fazit: Zwei Kaffees, zwei Charaktere
Espresso und Caffè Crema teilen viele Eigenschaften – und sind dennoch zwei völlig verschiedene Erlebnisse. Während der Espresso als kurzer, intensiver Genuss überzeugt, steht der Caffè Crema für sanfte, lang anhaltende Aromen.
Ob du eher Espresso-Fan bist oder doch zur Caffè-Crema-Fraktion gehörst: Beide Getränke haben ihren Reiz – und ihre Berechtigung in jeder Kaffeeküche. Am besten? Einfach beide probieren und den Unterschied selbst schmecken.
Laisser un commentaire